Überparteiliche Kundgebung Jin, Jiyan, Azadi – Freiheit für die Menschen im Iran
28.09.2022
Im September 2022 erfasste eine breite Protestwelle den Iran, ausgelöst vom gewaltvollen Tod der 22-jährigen Kurdin Jina Mahsa Amini. Iraner*innen egal welchen Alters, Geschlechts, ethnischer oder sozialer Herkunft gehen seitdem landesweit für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie auf die Straße, allen voran Frauen und Mädchen. Von Berlin aus bekundete der Frauenrat seine Solidarität.
„Wir stehen an eurer Seite!“
Wut und Trauer über die Gewalt, mit der das iranische Regime versuchte die Proteste niederzuschlagen, aber auch die Bewunderung für die mutigen Aufständischen ebbten nicht an den Landesgrenzen ab. Kurz nach Beginn der Proteste rief der Deutsche Frauenrat zu einer überparteilichen Solidaritätskundgebung auf. Dem Aufruf unter dem Motto „Tag der Solidarität mit den Frauen und Menschenrechtsverteidiger*innen im Iran“ folgten zahlreiche Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur, um gemeinsam am Brandenburger Tor ein starkes Zeichen internationaler Solidarität zu setzen.
Die feministische Revolte geht weiter
Die Menschen im Iran kämpfen derweil trotz Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen weiter für Freiheit und Demokratie. Der DF steht weiter an der Seite aller Frauen und Menschenrechtsverteidiger*innen in ihrem Kampf für Selbstbestimmung - im Iran und weltweit.
Der Appell des DF an die Bundesregierung von damals ist der gleiche wie heute: Im Sinne einer intersektionalen, feministischen und menschenrechtsbasierten Außenpolitik muss sie sich für Aktivist*innen und die iranische frauenpolitische Zivilgesellschaft einsetzen.
Frau. Leben. Freiheit! Ein Regime, das zulässt, das Mädchen in Schulen vergiftet werden und Frauen tagtäglich mit unfassbarer Gewalt unterdrückt, hat keine Zukunft.