Fachausschuss Intersektionalität Gleichstellung intersektional denken
Als Dachverband vertritt der Deutsche Frauenrat den Anspruch, die starke Stimme für Frauen zu sein. Dazu muss er seine eigenen Strukturen immer wieder hinterfragen und weiterentwickeln. Ein Treiber dieses Prozesses ist der Fachausschuss Intersektionalität.
Der Fachausschuss "Intersektionalität - Strukturanalyse und Handlungsansätze im Deutschen Frauenrat"
2021 setzte die Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrats (DF) einen Fachausschuss ein, um sich intensiv mit dem Thema Intersektionalität im eigenen Verband auseinanderzusetzen. In zahlreichen internen Diskussionen und unterstützt von externer Expertise hat das Gremium in den letzten zwei Jahren erste Empfehlungen herausgearbeitet, wie der Verband Frauen in ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten möglichst umfassend repräsentieren kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der DF seine Strukturen entsprechend weiterentwickeln und eventuelle Hemmnisse und Hürden für Partizipation abbauen kann, damit vielfältige Perspektiven in seine politischen Forderungen einfließen können.
Anhörung und Impulspapier
Im zweiten Jahr seiner Arbeit organisierte der Fachausschuss eine
Anhörung mit Francis Seeck, Antidiskriminierungstrainer*in und Autor*in
u.a. des Buchs "Zugang verwehrt – Keine Chance in der Klassengesellschaft: wie Klassismus soziale Ungleichheit fördert", um sich zum Thema Klassismus fortzubilden.
Anschließend
folgte ein intensiver Schreibprozess: Zwei Gruppen erarbeiteten einen
Vorschlag für eine Erweiterung der DF-Grundsätze und das verbandsinterne Impulspapier „Gleichstellung intersektional denken –
Chancen und Herausforderungen für den Deutschen Frauenrat“, zur Vorlage an die Mitgliederversammlung 2023.
Der DF als größte frauen- und gleichstellungspolitische Interessenvertretung in Deutschland ist die Stimme für Frauen in all ihrer Vielfalt. Um für deren unterschiedliche Lebensrealitäten und Interessen sprechen zu können, ist eine intersektionale Perspektive in der Verbandsarbeit wichtig.
Intersektionale Perspektive in der Verbandsarbeit sichern
Ziel der Fachausschussarbeit ist eine intersektionale Perspektive in allen Bereichen der Verbandsarbeit zu etablieren, die möglich macht, die Lebenslagen und -bedürfnisse von Frauen in all ihrer Vielfalt in den Blick zu nehmen und Verbesserungen in ihrem Sinne zu erwirken. In den letzten zwei Jahren hat der DF hier wichtige erste Schritte gemacht. Nun gilt es, den weiteren Weg engagiert zu gehen.
Mitglieder des Fachausschusses
- Yvonne de Andrés, DF-Vorstand (Leitung)
- Gabriele Boos-Niazy, Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V. (amf)
- Theresa Commandeur, Arbeitsgemeinschaft katholischer Frauenverbände und -gruppen (AG Kath)
- Celeste Eden, Deutscher Frauenring (DFR)
- Brigitte Faber, Weibernetz e.V.
- Ulrike Helwerth, Journalistinnenbund e.V.
- Magdalena Möbius, Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD)
- Laura Rauschnick, Deutscher Gewerkschaftsbund – Frauen im DGB
- Dr. Petra Tzschoppe, Deutscher Olympischer Sportbund e.V. (DOSB)
- Henrike Ostwald, DF-Geschäftsstelle (Koordination)