Bericht aus dem Vorstand Ehrenamtliche Expertinnen im Einsatz
Zentraler Schwerpunkt der Arbeit des ehrenamtlichen Vorstands war im letzten Jahr die Begleitung der Bundestagswahl und der Koalitionsverhandlungen. Von der Erstellung der DF-Wahlforderungen, über die Lobbyarbeit zu den Wahlprogrammen und Koalitionsverhandlungen prägten die Vorstandsfrauen die politische Ausrichtung des Verbandes im Tagesgeschehen. Der geschäftsführende Vorstand hatte zudem die erfreuliche Aufgabe, eine neue Geschäftsführung im Amt zu begleiten. Um die politischen und organisatorischen Anforderungen zu meistern, trafen sich die Vorsitzende Dr. Beate von Miquel sowie die beiden Stellvertreterinnen Anja Weusthoff und Claudia Altwasser fast im wöchentlichen Rhythmus.
Neben politischen Lobbyterminen auf höchster Ebene, wie im Bundeskanzleramt, im Bundestag, in Bundesministerien oder beim Bundespräsidenten, suchten die ehrenamtlichen Vorstandsfrauen auch den Austausch zu Bürger*innen, so wie beim Demokratiefest zum 75. Grundgesetzgeburtstag, und pflegten den Kontakt mit wichtigen politischen Netzwerken, zivilgesellschaftlichen Partner*innen sowie den Mitgliedsorganisationen des DF.
Auf EU-Ebene standen für die Verantwortliche für europäische und internationale Gleichstellungspolitik, Susanne Maier, nach den Wahlen zum Europäischen Parlament Vernetzungsarbeit in Brüssel und der Antritt der Europäischen Kommission im Fokus. In Anbetracht des antifeministischen Backlashs setzte sie sich dafür ein, dass die Belange von Frauen und Mädchen ganz oben auf die politische Agenda gesetzt werden und warb für eine paritätische Vertretung in der EU-Exekutive.
Für die Verantwortliche für die Strukturen der nationalen Gleichstellungspolitik, Elke Ferner, lag ebenfalls ein Schwerpunkt auf der gleichen politischen Teilhabe für Frauen. Sie forderte im Zuge der Wahlrechtsreform eine Paritätsgesetzgebung sowie nach den Wahlen eine paritätische Besetzung der Ministerien ein. Rund um das 30. Jubiläum der Aktionsplattform von Peking und das 45. Jubiläum der Verabschiedung der UN-Frauenrechtskonvention CEDAW trugen Susanne Maier und Elke Ferner entscheidend zur Sichtbarkeit dieser zentralen gleichstellungspolitischen Meilensteine in Deutschland bei.
Ganz konkrete Einblicke in der Arbeit der Fachausschüsse zu den Schwerpunktthemen des DF: Demokratie, Gewalt gegen Frauen beenden und Gesundheit gibt es in den Interviews mit den Schwerpunktthemenverantwortlichen Celeste Eden, Sylvia Haller und Dr. Regine Rapp-Engels, die unter der Rubrik „Fachausschüsse und Schwerpunktthemen“ zu finden sind.