FACHAUSSCHUSS DEMOKRATIE Vernetzen, sichtbar bleiben, gemeinsam handeln!

2024 hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrats (DF) das Thema Demokratie verteidigen. Antifeminismus konsequent entgegentreten. Demokratische Wahlentscheidungen unterstützen. zum neuen Schwerpunkt gewählt. Celeste Eden leitet den Fachausschuss und berichtet über dessen Arbeit. 

Junge Frau mit Demoschild
© Josh Barwick/ unsplash

Warum sind Antifeminismus und Demokratie Themen für den DF?

Antifeminismus ist eine reale Bedrohung für die Demokratie: Er greift Gleichstellungsfortschritte an, diffamiert feministische Stimmen und gefährdet besonders Frauen sowie mehrfach diskriminierte Personen in Politik und Zivilgesellschaft. Antigleichstellungspolitik ist zudem zentraler Bestandteil rechtsextremer Ideologien. Langfristig schaden antidemokratische Entwicklungen der gesamten Gesellschaft – auch wirtschaftlich. Geschlechtergerechtigkeit ist daher auch als Grundvoraussetzung für eine lebendige, wehrhafte Demokratie zu verstehen.

Der Deutsche Frauenrat setzt sich dafür ein, demokratische Strukturen zu stärken, antifeministischen Strömungen entschieden entgegenzutreten und die Zivilgesellschaft zu mobilisieren. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit und extrem rechter Angriffe gilt: Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen – wir müssen uns vernetzen, sichtbar bleiben und gemeinsam handeln.

Was genau macht der Fachausschuss?

Der Fachausschuss will den Deutschen Frauenrat und seine Mitgliedsorganisationen im Einsatz gegen Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Antifeminismus stärken. Aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahl haben wir unser ursprüngliches Ziel für 2025 – mehr Frauen zur Wahl demokratischer Parteien zu mobilisieren – angepasst. Stattdessen konzentrierten wir uns darauf, mittel- und langfristige Strategien zur Stärkung feministischer und demokratischer Zivilgesellschaft in intersektionaler Perspektive zu entwickeln. Leitfragen hierfür waren: Wo erleben unsere Mitgliedsorganisationen bereits antifeministische Bewegungen, mit welchen aktuellen Herausforderungen sehen sie sich konfrontiert? Auf dieser Grundlage erarbeitet der Fachausschuss einen Argumentationsleitfaden gegen antifeministische Narrative sowie konkrete Hilfestellungen für die Praxis der Mitgliedsorganisationen, die wir 2026 vorstellen werden.

Was muss die neue Bundesregierung dringend angehen?

  • Antifeminismus muss als demokratiegefährdendes Phänomen offiziell anerkannt und in der politischen Bildungsarbeit, in Sicherheitsbehörden und im zivilgesellschaftlichen Engagement gezielt bekämpft werden.
  • Gleichstellungspolitik muss als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe in allen Ministerien verankert und dauerhaft finanziell abgesichert werden – auf Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag müssen Taten folgen.  
  • Frauen und marginalisierte Gruppen benötigen umfassenden Schutz vor digitaler und physischer Gewalt – insbesondere in politischen Ämtern, Medien und der Öffentlichkeit – durch klare gesetzliche Regelungen, niedrigschwellige Unterstützungsangebote und eine bessere Strafverfolgung.
Portrait Celeste Eden
Celeste Eden, Leiterin des Fachausschusses Demokratie verteidigen. Antifeminismus konsequent entgegentreten. Demokratische Wahlentscheidungen unterstützen.

Der Fachausschuss Demokratie

 

Carmen ColinasVerband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. (iaf)Mitglied
Celeste Eden Deutscher Frauenring e.V. (DFR)Leitung
Katharina KaluzaGeschäftsstelle Deutscher Frauenrat e.V. Koordination
Ayten KılıçarslanSozialverband muslimischer Frauen e.V. (smf) Mitglied
Jutta Kuhles Deutscher LandFrauenverband e.V. (DLV)Mitglied
Joana Kulgemeyer  Arbeitsgemeinschaft katholische Frauenverbände  und -gruppierungen e.V. (AG Kath) Mitglied
Judith RahnerGeschäftsstelle Deutscher Frauenrat e.V. Koordination
Laura Rauschnick Deutscher Gewerkschaftsbund – Frauen im DGB Mitglied
Nina Reip Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)Mitglied
Loreen Schreck Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken e.V. Mitglied
Cécile Weidhofer Bundesvereinigung Liberale Frauen Mitglied